MONIKA MARNER - Ein Blick zurück...

Mit Fritz Rau im Jazzkeller Hanau
Mit Fritz Rau im Jazzkeller Hanau

Monika Marner, geb. 1962 in Frankfurt/Main, wurde früh an die Musik herangeführt. Mit 5 Jahren Akkordeon- und Klavierunterricht, Schlagzeug, Gitarre und Bass - weil's zu Hause rumstand - wurde in einer Musikerfamilie einfach mitgelernt. Inspiriert vom Katzen-Pausenfilm im Hessischen Fernsehen kam im Alter von 10 Jahren die Klarinette als Lieblingsinstrument in's Spiel! Der 'Wild Cat Blues' von Fats Waller, gespielt von Hugo Strasser, lief als Begleitmusik. 

https://www.youtube.com/watch?v=AlUEvIrYsms

 

Seit 1972 Zusammenarbeit und Mitwirkung in div. Bands und Künstlern u.a. mit der Hotjazz Integration, Leathertown Jazzband (durchgehend seit 1982), Deleware Hudson Bluesline, Hallomoon Jazzmen, Papa Papps Rathaus Ramblers/Michelstadt i. Odenwald, Teddy Clark Express, Riverboot Men/ Aschaffenburg, IKS Big Band/Rüsselsheim unter Leitung von Horst Aussenhof, Soulgang/Hanau, Leitung von Big Moni's Band die Big Band vom Jazzclub Hanau, Saxacapella/Klassisches Saxophonquartett, Big Band Memories/ Frankfurt unter Leitung von Klaus Pehl, The Jazz-Ladies mit Carola Grey dr, Angela Frontera dr, Nicole Badila b, Lady Bass Lindy Huppertsberg b, Claudia Zinserling p, Friends of Birdland mit Martin Weitzmann p, Christian Müntz cl/s, Werner Vetterer git, Willi Eberhard b, Thomas Bachmann dr, Jazzfingers Trio mit Dirk Raufeisen p, Götz Ommert b, Tobias Schirmer dr, The Presence (Gospel), Tommie Harris voc, Joan Faulkner voc, Angela Brown voc, Cynthia Utterbach voc, Martha Cambridge voc, Alex Holz b, Gerlach Bommersheim vib, p, Peter Tuscher tp, Joachim Lösch tp, Heiko Hubmann tp, Chris Perschke pos, Viola Engelbrecht pos, Heiko Ommert sax, Hans Rück sax, Tony Lakatos, Jonas Lohse b, Stefan Kreuscher b, Christoph Auperle vib, Johnny Rogers Midnight Soulshow, Good Vibrations/ Dietzenbach, Jürgen Schwab git, Stefan Randa p, Oskar Klein tp, Herbert Christ tp, Jimmy Woody b, Ron Ringwood voc, Ferdinand Neess fl, Manuel Koglin git, Klaus Marner b, Christian Marner p, Martin Delto git, Uli Stüting git, Torsten de Winkel git, Tobias Backhaus dr, Chris Maldner, Charlie Antolini dr, Thomas Cremer dr, Hubert Marner akk, voc, Horst Ommert p, Thilo Wagner p, Bernd Theimann p, Christoph Neubronner p, Russ Spiegel git, Georg Crostewitz, feiner Rockjazz mit den Scales - Jockel Steudel git, p, Stefan Kleinschmidt dr, Klaus Dengler b, Peter Louzil b, Wingerts/ Akustik-Rock-Pop, Big-Band 17m u.v.m.

 

Konzerte: International Jazzfestival at Sea, Konzertreisen nach Italien, Frankreich, Tschechien, Griechenland, Afrika, China, Ungarn, Slowakei, Holland, Schweiz, Schweden und Teilnahme an unterschiedlichen Jazz- und Oldie-Festivals wie Plöner Jazztage, Jazzfestival Idstein, Jazzfestival in Prerov /Tschechien, Jazztage Dillenburg, Bingen Swingt, Wiesbaden – Jazz im Ministerium, Bad Wildunger Jazztage, Jazztage Lichtensteig, Meilemer Jazztage, Jazz im Schloßhof Tiengen, Live Jazz Bad Hersfeld, Muttens - Jazz uf em Platz u.v.m.

Heinzi, Moni, Klausi
Heinzi, Moni, Klausi

VOM MUSIZIERENDEN NESTHÄKCHEN ZUR BIG BAND CHEFIN

Die Selfmade Karriere der Langenbergheimerin Monika Marner
Von Ulrich Gehring - Artikel aus der Frankfurter Rundschau im September 1995


Seit langer Pause ist im Jazzkeller Hanau wieder Jazz zu hören. Wenn dabei einmal pro Monat Big-Band Musik erklingt, gibt die Hammersbacherin Monika Marner den Ton an.

HAMMERSBACH / HANAU. In Frankfurts Musikkneipen-Viertel Sachsenhausen geboren und Tochter eines Bankers, dem Musik zum zweiten Beruf wurde, war die heute in Langenbergheim wohnende Bandleiterin schon früh "musikalisch vorbelastet". "Am Wochenende mußten meine zwei Brüder und ich mit unserem Vater auf Hochzeiten und Jubiläen zwischen Frankfurt und dem Vogelsberg Tanzmusik spielen", erzählt sie. "Von der Zeit habe ich die ganzen Nachkriegskamellen drauf, von Swingstücken, die mein Vater aus den Amiclubs kennt, bis zu gängigen Schlagern der 60er Jahre."

Im Familienquartett saß Nesthäkchen Monika am Schlagzeug. Hat es ihr nicht "gestunken", daß sie so altmodische Sachen spielen sollte? Im Gegenteil, sagt Marner: Beim Musizieren wurde sie von den Männern der Familie ernst genommen. Die Gage wurde gleich geteilt. Als Zehnjährige - nun mit der Klarinette - stieg sie neben ihrem Bruder Klaus in die "Hot Jazz Integration", die Dixiekapelle der Bruchköbeler Gesamtschule, ein, der sie noch zehn Jahre angehörte.
Durch die Brüder kam sie auch zum Rock. Als sie im Alter von 13, 14 dann mit anderen Musikern zu spielen begann, wurde dem Vater etwas Angst vor den Geistern, die er selbst einst rief¸ solcher Umgang war doch nichts für seine Tochter; man wisse doch wie Musiker sind... Monika spielte trotzdem bald bei den Sessions mit, die im damaligen Ostheimer Musikschuppen "Tenne" stattfanden. Mit einigen hundert Kolleg(inn)en habe sie seither gespielt. Und wenn man sie läßt, spult sie den veästelten Stammbaum der Rock,- Soul- und Jazzbands im Rhein - Main- Gebiet hoch und runter.
Aus der "Tennen"-Zeit ging 1982 jedenfalls die nach dem Probeort Offenbach benannte LEATHERTOWN JAZZBAND hervor: ein Tip unter Leuten, die Ellingtons anspruchsvollen alten Jazz mögen. Marner blies mittlerweile Saxophon (ihre Lieblingsjazzer sind die Altsaxphonisten Hodges und Parker). Die Band gibt es heute noch und bringt in diesen Tagen ihre erste CD heraus. Die Produzentin : Monika Marner!
Es gibt aber noch ein Leben außerhalb der Musik. Als Marner mit 16 Mutter wurde und heiratete war der Vater wohlbemerkt kein Musiker! Nach der Geburt von Tochter Jessica holte sie die Mittlere Reife nach, jobbte im Supermarkt, in der Raststätten- und der Krankenhausküche. Als die Kleine zur Schule kam, verlegte sich Marner auf privaten Musikunterricht. Pädagogisch ist sie Autodidaktin und deswegen stolz, daß einige ihrer ersten Schüler, die heute technisch mindestens genausogut wie sie selbst sind, weiter in ihren Unterricht kommen. Und darauf, daß die inzwischen 18jährige Tochter noch immer mit Spaß musiziert - wie im übrigen auch der kleine Bruder. Geschieden und alleinerziehend, hängt Marner an ihren Kindern, mit denen sie heute neben dem Elternhaus wohnt. Als Privatlehrerin, Betreiberin eines inzwischen vier Jahre alten Musikgeschäftes und viel beschäftigte Musikerin, hält sie mit ihnen ständig über Funktelefon den Kontakt.
1988 gründete sie aus den Resten des Spielmannszuges in Erlensee das neue Musikvereins- Orchester mit. Seit 1990 spielt sie in der SOULGANG, saß zwei Jahre auch in einer U.S. Band die DELAWARE HUDSON BLUESLINE auf dem Fliegerhorst Erlensee. Seit zwei Jahren hat sie ein eigenes, eben MONIS JAZZQUARTETT, seit Januar MARNERS BALLROOM BIGBAND. Marner: "In der sitzen einige der besten Musiker verschiedener Gruppen aus dem Rhein-Main-Gebiet!" Monis Formationen ist es wesentlich zu verdanken, daß der Hanauer Jazzkeller montags wieder seinen Namen gerecht wird.